Bürgerinitiative Waldeck gegen Massentierhaltung

Die Bürgerinitiative (BI) Waldeck setzt sich gegen agrarindustrielle Massentierhaltung in der Region Waldeck und andernorts ein. Die BI ist Mitglied der Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen e.V. (AGA), einer Dachorganisation für Gruppierungen, die sich für eine nachhaltige, bäuerliche, ökologische Landwirtschaft engagieren. Die Bürgerinitiative Waldeck gegen Massentierhaltung ist überparteilich.

Im Frühjahr 2017 wurde sie gegründet, da ein Landwirt im Ort Waldeck am Edersee eine Hühnermastanlage mit circa 80.000 Hühnern plante. Wir waren und sind der Überzeugung, dass die geplante Massentierhaltungsanlage sich extrem negativ auf Menschen, Umwelt und Tourismus in Waldeck ausgewirkt hätte. Insbesondere aber leben die Tiere in industrieller Haltung unter tierquälerischen Bedingungen, die sie als Lebewesen missachten.

Der Landwirt zog im Winter 2018 seinen Antrag für Bau und Betrieb der Mastanlage zurück. Der Genehmigungsantrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz war beim Regierungspräsidium Kassel anhängig. Im Zuge des Verfahrens sind dort mehr als 700 Einwände von Bürgerinnen und Bürgern gegen den Antrag des Landwirtes eingegangen! Unsere Online-Petition „Nein zur Hähnchenmastanlage in Waldeck!“ haben 2124 Menschen unterschrieben.

Inzwischen unterstützen wir die Bürgerinitiative Twiste bei ihrem Protest gegen die geplante Erweiterung einer Legehennenanlage.

Fragen und Feedback können Sie gern direkt per E-Mail an uns richten (biprowaldeck@gmail.com). Reaktionen/ Fragen werden auf unserer Homepage veröffentlicht.

Ziele und Selbstverständnis der Bürgerinitiative:

–  Wir wollen eine generelle Landwirtschafts-Kritik vermeiden – hier geht es „nur“ um den Bereich der agrarindustriellen Tierhaltung! Wir sind für den Fortbestand bäuerlicher landwirtschaftlicher Betriebe, aber gegen die zunehmende Machtübernahme von Agrarkonzernen.

– Wir vergessen unser gemeinsames, vereinigendes Ziel bei Verlautbarungen und Aktionen nicht, nämlich die Verhinderung der konkreten Agrarfabrik. Weitergehende Vorstellungen (vegane Ernährung, Maß des Tierschutzes, allgemeine Einstellung zu Gülle) äußern wir nur privat, aber nicht im Namen der BI.

– Wir reden und kooperieren mit allen (demokratischen) Parteien – bleiben aber konsequent parteiunabhängig!

– Gespräche, die unsere BI führt, sollten möglichst sachlich erfolgen, damit später keine gegenseitigen Vorwürfe über „Bedrohungen“, „Beschimpfungen“ etc. möglich sind. Es ist für uns selbstverständlich, dass wir persönliche Angriffe gegen den Investor und seine Familie unterlassen!

– Wir schaffen auch Optimismus durch Solidarität. Ganz automatisch nehmen wir von der BI (und wir hoffen auch Sie) andere Missstände und die Zukunftsperspektiven der Gemeinde ins Visier.

Die Folgen der „Intensivtierhaltung“ sind gravierend:

  • Tierquälerei
  • Überdüngung der Böden
  • Verunreinigung des Grundwassers
  • Geruchsbelästigung
  • Gesundheitsgefahren durch Emissionen
  • Wertminderung von Immobilien
  • Verluste im Tourismus (für Gastgeber, Gaststätten, Einzelhandel)